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Pfingstzeltlager der Kolpingjugend in Breuberg

„Burg Breuberg – Ritter, Hexen, Drachen“ hieß das Thema des diesjährigen Zeltlagers. So machten sich 55 abenteuerlustige Kinder und Jugendliche am Pfingstdienstag auf den Weg zur Burg Breuberg, wo sie etwas unterhalb der Burg ihr Lager auf dem Zeltplatz aufschlugen.

Durch ein Spiel wurden verschiedene Rittermannschaften gebildet, die in der kommenden Woche bei verschiedenen Wettbewerben um den Turniersieg kämpfen sollten.

Am nächsten Morgen wurde erst einmal spielerisch Breuberg erkundet, ehe am Nachmittag beim Zahlenspiel verschiedene ritterrelevante Fähigkeiten unter Beweis gestellt werden mussten.

Sportlich ging es auch am Donnerstag weiter. Die Ritterolympiade von Burg Breuberg stand auf dem Programm und verlangte von den Teilnehmern internationale Höchstleistungen in Disziplinen wie Bockhüpfen oder Tellerlaufen. Erholung von den Strapazen bot der Nachmittag, an dem jeder machen konnte, was er wollte: Badminton, Tennis oder Fußball spielen, Riesenskier fahren, Jonglieren, T-Shirts bemalen, Schlüsselanhänger und Kochlöffelfiguren basteln, in die Stadt gehen, … oder einfach mal wieder schlafen.
Gemeinsam feierten wir gegen Abend wieder unseren traditionellen Lagergottesdienst mit Jugendseelsorger Stefan Eschenbacher und stärkten uns anschließend mit einer ordentlichen Portion Geschnetzeltem, weil nun das Fußballhighlight des Mittelalters anstand: Zwölf talentierte Kids gegen sechs invalide Lagerleiter. Es ging um viel (Eis oder Abwasch), alle gaben ihr bestes – am Schluss gab’s ein leistungsgerechtes 2:2, also zwei Sieger: Eis für die Kinder und (von den Kindern) gespülte Teller für die Lagerleiter.
Waren bei diesem Fußball-Krimi noch alle kräftig ins Schwitzen geraten, so dürfte dem ein oder anderen in der kommenden Nacht so mancher fröstelnder Schauer über den Rücken gelaufen sein, als das Nachtspiel anstand. Auf der Suche nach dem wahren Mörder des Burggrafen musste man nämlich wieder eine gehörige Portion Mut unter Beweis stellen, weil ja nicht jeder von Haus aus den Umgang mit leeren Särgen, Hexen, Mumien oder Killermönchen gewohnt ist.

Deshalb durfte nach so einer aufregenden Nacht erst mal ausgeschlafen werden, ehe nachmittags schauspielerisches Können und Kreativität gefragt wurde, als beim Bibelspiel verschiedene Bibelszenen nachgespielt werden sollten. Wer wollte, durfte am Abend sogar eine Burgführung durch die Burg Breuberg miterleben und dabei viele interessante Dinge rund um Ritter und Mittelalter erfahren.

Dieses erworbene Wissen war schließlich beim Ritterlagerquiz auch von Nutzen, das am Samstagmorgen stattfand. Zum Abschluss der Ritterspiele machten sich alle Ritter nachmittags mit Erfolg auf die Suche nach dem legendären „Heiligen Gral“, bevor der letzte Abend noch einmal richtig turbulent werden sollte.
Erst besiegten die Kinder die Lagerleiter im Rasenskilaufen, dann gab es eine Jongliervorführung aller Teilnehmer, die das Jonglieren während des Zeltlagers gelernt hatten und eine Extra-Einlage von „Jonglier-Guru“ Joachim, der mit Bällen Keulen und sogar brennenden Fackeln seine Kunst zum Besten gab. Abschließend richtete das nächtliche Lagergericht über alle Bösewichte des Zeltlagers und sorgte dabei natürlich für ausgelassene Heiterkeit bei den nicht angeklagten Zuschauern. Wer nach dem allabendlichen Singen am Lagerfeuer jetzt glaubte, schlafen zu können, hatte sich allerdings getäuscht: Erst mal musste noch ein Lagerüberfall abgewehrt werden, bevor die meisten erst spät in der Nacht in ihre Schlafsäcke kriechen konnten.

Am Sonntag war Abreisetag. Die Zelte wurden abgebaut und verladen (hier sagen wir ein herzliches Dankeschön an Herrn Dosch für die zum Selbstkostenpreis durchgeführte Reparatur der Zelte und an die Gemeinde für die Bereitstellung des Bauhof LKW's). Auch wenn sich bestimmt jeder wieder auf ein ordentliches Bett freute, war bei der Verabschiedung doch allen ein wenig wehmütig zumute, weil die schöne Zeit wie im Flug vergangen war. So freuen wir uns schon jetzt auf nächstes Jahr, wenn es dann wieder heißt:
„Auf geht’s ins Zeltlager 2005!“

gez. Dominik Himsel