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Pfingstzeltlager der Kolpingjugend in Wald-Amorbach

„Die Welt zugast bei den Hebbochern“ war das Thema unseres dies­jährigen Zelt­lagers in Wald-Amorbach.

Jeder Tag stand unter dem Motto eines be­stimmten Landes. Deshalb wurde täglich die jeweilige Landes­flagge gehisst, während die dazu­gehörige National­hymne erklang. Aber nicht nur die Lager­spiele bezogen sich auf den ent­sprechenden Staat, auch zum Mittag- und Abend­essen gab es landes­typische kulinarische Lecker­bissen.

Dienstag: Mexiko

Schon beim Einzug in die Zelte mischten sich zwei Mexikaner in bunten Ponchos und Sombreros unter die Kinder­schar. Nach dem Abend­essen „Schaschlik Mexicana“ teilten sich alle Kinder beim Gruppen­such­spiel in sechs Nationen auf. In den folgenden Tagen sollten nun Spanier, Nieder­länder, Russen, Inder, Britten und Griechen bei diversen Spielen gegen­einander antreten. Gleich in der ersten Nacht wurde es aufregend, denn es fand der erste von insgesamt drei Zeltlager­überfällen statt. Unsere Fahne war jedoch in sicherer Höhe angebracht, so dass wir alle Überfälle erfolgreich abwehren konnten.

Mittwoch: China

Am nächsten Morgen erfolgte sofort nach dem Früh­sport das obligatorische Hissen der chinesischen Flagge. Bei dem folgenden 1, 2 oder 3 Quiz konnten alle ihr Wissen um den Themen­komplex Asien unter Beweis stellen. Gestärkt durch eine chinesische Reis­pfanne konnte nun beim Stadt­spiel Hain­stadt erkundet werden. Dort mussten Fragen zu markanten Gebäuden beantwortet, sowie mehrere Lager­leiter aufgespürt werden, die sich im gesamten Ort verstreut hatten. Nach einer feierlichen Ehrung des Tages­siegers kam dann am Lager­feuer die richtige Stimmung auf, als Monika und Anna-Lena ihre Gitarren auspackten. Neben dem „Hebboch-Song“ schmetterten wir noch zahlreiche andere Klassiker wie den „Kippen-Boogie“  oder „Country Roads“.

Donnerstag: USA

Mit scrambled eggs und bacon (Rührei mit Speck) begann der folgende Tag gleich so richtig amerikanisch. Bei den an­schließenden Olympischen Spielen wurden die neuesten Disziplinen erprobt: Beim Weit­wurf mussten Korken gespuckt werden, der Weit­sprung erfolgte aus dem Stand und die Hindernisse des Hürden­laufs durften nicht übersprungen werden, sondern man musste darunter hindurch krabbeln. Nach dem Mittag­essen „Hamburger“ wurden wir von Siggi überrascht, der uns allen ein Dessert vorbei­brachte. Am Nachmittag stellten wir dann die Ent­deckung Amerikas nach. Dazu baute sich jede Gruppe ihre eigene „Santa Maria“ und segelte mit Kolumbus über den Ozean, um einen neuen Seeweg nach Indien zu finden. Nach dem Sonnen­untergang wurde einigen schließlich unheimlich, als bei der Nacht­wanderung im Wald gruselige Gestalten ihr Un­wesen trieben.

Freitag: Deutschland

Von den Anstrengungen der vergangenen Tage konnten wir uns am „Gammeltag“ erholen. Die Früh­aufsteher erwartete ein deftiges bayerisches Früh­stück mit Weiß­wurst, Brezel und Obatzter, aber auch die Lang­schläfer konnten sich den ganzen Tag am Küchen­buffet bedienen. Verschiedene Bastelangebote, Rätsel, Federball und diverse Spielgeräte ließen keine Lange­weile entstehen und eine Wasser­schlacht sorgte am Mittag für eine will­kommene Ab­kühlung, da das Wetter von Tag zu Tag immer besser und heißer geworden war. Gegen Nach­mittag fieberten wir dann alle dem WM-Eröffnungs­spiel entgegen. Kinder und Lager­leiter schminkten sich mit Schwarz-Rot-Gold und es wurden Ratschen, Fähnchen und Trillerpfeifen ausgepackt. Vor dem Anpfiff gab es dann noch für alle Brat­würste, die über dem Lager­feuer auf einem Holz­kohle­grill gebrutzelt wurden. Schon in Anfangs­phase des Spiels gingen die Deutschen in Führung und die Stimmung unter den Kindern stieg von Tor zu Tor. Nach dem 4:2-Erfolg der deutschen Mannschaft feierten wir Ausgelassen bis in den Abend hinein.

Samstag: Italien

Gleich am Vormittag galt es, den Florenzer Museums­direktor bei einem Kriminal­fall zu unter­stützen. Das berühmte Abendmahl-Bild von Da Vinci wurde geklaut! Bei einer virtuellen Reise durch ganz Italien jagten die Kinder dem Bild hinter­her. Da es jedoch keiner Gruppe gelang, das Bild zurück­zu­holen, war nun Kreativität gefragt: Es galt, ein möglichst detail­getreues Duplikat zu erstellen. Am Nachmittag fand dann schließlich das von Manchen lang ersehnte Fußballspiel der Lagerleiter gegen die Kinder statt. Aktive Unter­stützung bekamen die Lagerleiter wieder einmal von unserem Jugend­seel­sorger Stephan Eschenbacher, der allerdings nicht die X:X-Niederlage verhindern konnte. Im Anschluss an das Abend­essen „Pasta“ feierten wir dann gemeinsam einen speziellen Gottes­dienst rund um das Lager­feuer. Die abendliche Dämmerung und das knistern des Feuers verliehen der Mess­feier einen ganz besondern Flair, zu der auch die musikalische Begleitung von Angelika Linder beitrug. Im Anschluss daran führten die einzelnen Gruppen noch einen Fackel­tanz auf, den sie nach­mittags einstudiert hatten.

Sonntag: Frankreich

Gleich nach dem Frühstück mit Croissants mussten leider schon die Zelte abgebaut und die letzten Dinge eingepackt werden, denn das Zelt­lager war schon wieder fast vorüber. Einige Kinder, welche im Laufe der letzten Woche durch besondere positive oder auch negative Taten aufgefallen waren, wurden mit Böhni-Medaillen prämiert. Nach einer abschließenden Sieger­ehrung traten nun alle Kinder den kurzen Fußmarsch zum Bus an. Wenn auch die Meisten müde und erschöpft waren, stand für viele schon fest:
„Wir sehen uns wieder; 2007 in Heimbuchenthal!“

Zuletzt möchten wir uns bei allen bedanken, die uns bei der Durchführung des Zeltlagers unterstützt haben:

Baumschule Kremer Busunternehmen Ehrlich Gärtnerei Kempf
Weinbau Christoph Kolke Metzgermeister Peter Repp Schlosserei Schmidt
Volksschule Großheubach Wasser Winter Stephan Eschenbacher
Siegfried Farrenkopf Josef Kempf Angelika Lindner
Familie Otto Stapf Walter Umscheid  

Eure Lagerleitung,

gez. Johannes Kempf