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Räuberlager

43 Hebbocher und Berliner Kids verschollen im Spessart

Am Pfingstsonntag war es wieder soweit – Zeltlagerzeit. 43 mutige Kinder und Jugendliche aus Großheubach und Berlin (!) machten sich mit der Kolpingjugend auf ins Räuberlager nach Breitenbrunn und waren für eine Woche im Spessart verschollen. Nach Beziehen der Räuberhöhlen ging es auch schon mit dem ersten Spiel los, in dem sich alle Räuberbanden zusammenfanden.

In den folgenden Tagen bestritten Sie verschiedene Turniere, um sich als gute Räubergang zu beweisen. So kämpften die „Räuberböhnchen“, „Räuber-Schnitzel“, „Spessart-Hamster“, „Stinkstiefel-Räuber“, „Spessart-Verunsichererer“ (das letzte „er“ ist besonders wichtig!) und „How to be a Räuber“ um die Räuberkrone. Die Banden mussten unter anderem in der Lage sein, eine anständige Räuberhöhle im Wald zu bauen oder einen gesuchten Wilderer in Breitenbrunn zu finden. Natürlich versuchten alle Räuberbanden einen verschollenen Schatz ihrer berühmten Vorfahren, den Spessart­räuber, zu entdecken. Dabei passierte es auch schon einmal, dass sie von anderen Räubern überfallen oder von Sheriffs kontrolliert wurden, welche dann ein Gruppen­mitglied festnahmen. Doch alle konnten die Schatzkisten finden und mit ihren Abenteuern am Räuberstützpunkt prahlen.

Gestärkt haben wir uns alle natürlich stilecht im „Wirtshaus im Spessart“. Hier wurden wir mit den verschiedensten Spessart-Spezialitäten verköstigt. Steaks, Zigeuner-Geschnetzeltes und Hiffemark durften natürlich nicht fehlen. Abends wurde sich am Lagerfeuer ausgeruht und gemeinsam die besten Räuber-Schlager, wie „John Browns Vadder“ oder der „Hebboch-Song“ zum Besten gegeben. Doch oft war es vorbei mit der Ruhe, da wir insgesamt 5‑mal von rivalisierenden Räubern in der Nacht überfallen wurden. Aber wir waren schon erprobt und konnten somit unser Banner verteidigen und alle dingfest machen.

Nach vielen schweiß­treibenden Tagen, vor allem dank der Sonne, gönnten wir uns auch mal einen Tag zum Gammeln. Jugendpfarrer Stephan Eschenbacher nutzte diesen Tag, um uns Räuber bei einem Zeltlager­gottesdienst an gute Taten zu erinnern.

Leider fand unser Räuberlager jedoch bald ein Ende. Doch dies feierten wir gebührlich am letzten Abend traditionell mit dem „Hohen Gericht“, bei dem wir an unsere schlechten Taten, aber auch an die Guten erinnert wurden. Eine Gruppe junger Räuberinnen gab sogar ein selbst gedichtetes Lied zum Besten. Am letzten Morgen zogen wir aus unseren Höhlen aus und kürten den Sieger aller Räuberbanden: „Die Spessart-Hamster“! Mit Wehmut verließen wir unser Lager und fanden aus dem Spessart zurück nach Hebboch – doch wir wissen alle, dass es nur noch 359 Tage bis zum nächsten Zeltlager sind!

Alles dies wäre nicht ohne die Unterstützung von vielen Menschen möglich gewesen. DANKE an:

  • Stephan Eschenbacher für den schönen Gottesdienst und die gemeinsamen Spielstunden
  • Rudi Dosch  für die Reparatur der Zelte
  • Rosel Zöller sowie unserem Bürgermeister Günther Oettinger für die Bereitstellung der alten Schulräume zum Lagern unserer Ausrästung, während das Jugendheim renoviert wird
  • Baumschule Kremer und die Gemeinde Großheubach für die Bereitstellung ihrer LKWs
  • Gärtnerei Kempf für die Bereitstellung ihres Transporters
  • Wasser Winter für die Garnituren
  • Weinbau Kolke für unzählige Flaschen Wein und Metzgermeister Peter Repp für viele Wurstdosen
  • den Platzwart von Breitenbrunn – einen cooleren hätte es nicht geben können
  • den 41 Hebbochern und den 2 Berlinern

ES HAT SPAß GEMACHT!

gez. die Räuber-Lagerleitung